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Katzenbabys und Sommerpause

Nun, in der letzten Zeit ist es hier schon etwas ruhiger geworden.
Nein, ich bin kein WM-Fan, daran liegt es also nicht. Doch manchmal ist das reale Leben so bunt und vielseitig, mit Haken und Ösen versehen, mit abenteuerlichen Ereignissen garniert, dass man sich entscheiden muss.

In ein paar Tagen wird meine linke Hand therapiert. Das bedeutet, dass ich zunächst einmal nicht schreiben, einkaufen, waschen, bügeln etc. kann. Daher ist es besser, wenn ich vorher alles Notwendige erledige. Wenn die Zeit der Schonung vorüber ist, gilt es aufzuarbeiten, meine Schreibprojekte weiter voranzutreiben und natürlich auch die Vorzüge des Sommers genießen.

Aus diesem Grund werde ich eine kleine Pause einlegen. Denn nur dann kann ich mit frischen Texten und voller Elan zurückkehren. Und dann freue ich mich darauf, euch alle wieder zu lesen.

Die versprochenen Katzenfotos habe ich natürlich nicht vergessen. Sie sind nicht so besonders toll geworden, aber wer mich kennt, der weiß, dass das Fotografieren nicht zu meinen Stärken gehört.

Also, hier sind sie … einfach drauf klicken, um sie groß zu sehen:

Habt alle eine schöne Zeit und seid so ausgelassen, wie die kleinen Kätzchen …

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Schreibtisch-Ticker IV

Hach, wie die Zeit vergeht. Es war aber auch allzu viel los …

  • Da war ich im Krankenhaus zum „Knochenscan“. Was für eine Prozedur … Eine Spritze mit Radioaktivität, still halten bei den Aufnahmen, warten und viel trinken und nach drei Stunden noch einmal scannen, allerdings ohne Spritze. Das Ergebnis ist, dass die Entzündung in meinem linken Handgelenk (ich bin Linkshänderin) im Juli durch eine Radiosynoviorthese (RSO) behandelt wird. Was das ist?
    Nun, RSO ist eine Therapiemethode, mit der chronisch entzündliche Gelenkerkrankungen lokal behandelt werden. Die Gelenkschleimhaut soll durch radioaktive Strahlung wieder hergestellt werden.
  • Und dann war ich im Norden. In Lübeck. Auch wenn die Sturmschäden um Düsseldorf meine Reise ein wenig beeinträchtigten. Und doch: Ich bin wohlbehalten bei meinem Schwesterlein angekommen. In Lübeck waren wir dann im Theater und habe uns „Im Dickicht der Städte“ (Brecht) angesehen. Eine Inszenierung, die mir sehr gut gefallen hat.
    Eine Shopping-Tour durch Hamburg durfte natürlich auch nicht fehlen. Puh, mein auf dem Hinweg nur halb gefüllter Koffer war auf dem Rückweg doppelt so schwer … Und sonst natürlich viel quasseln und lachen.
  • Kaum bin ich mal ein paar Tage weg, da zieht Katzendame Bella mit ihrem Nachwuchs wieder auf die Garagendächer (die an unseren Balkon grenzen). Zwei rote und zwei schwarze Kätzchen tapsen nun fröhlich umher und Bella ist zufrieden. Und ich habe Stress. Den sollten aber doch eigentlich die Besitzer haben …
    Fotos werde ich auf jeden Fall noch machen.
  • Tja, und sonst habe ich noch etwas an meinen Kurzgeschichten gearbeitet. Schließlich soll es ja mal ein Buch von mir geben. Nun, langsam nimmt es Formen an …

Wahre Kumpels VIII

Mein Schatz und Kater Tristan spielen Katzensolitär. Versteckte Leckerlis müssen unter den blauen Hütchen gefunden und freigelegt werden.

Er: „Nu guck, hier leg‘ ich das hin … Nu guck auch …“

Kater Tristan beäugt interessiert das Bemühen des Menschenmanns.

Er: „Jetzt musste die blaue Kugel wegstoßen. Guck … so macht man das …“

Kater Tristans Blick ist irgendwie … verständnislos.

Er: „Mach‘ dir nichts draus. Irgendwann verstehste das. Wir beide sind eben etwas langsamer …“

34. Hirntumor-Informationstag

Zweimal jährlich organisiert die „Deutsche Hirntumorhilfe e.V.“ einen Informationstag für Patienten, Angehörige, Ärzte, Pflegepersonal, Interessierte.

Am 10.05.2014 fand dieser Informationstag in Köln statt. Und wir waren dabei. Es erwartete uns ein perfekt organsierter Tag mit interessanten Vorträgen über neurochirurgische Therapiestrategien bei Gliomen und Hirnmetstasen, über Möglichkeiten der PET in der Neuroonkologie, über neue Möglichkeiten der Strahlentherapie und Chemotherapie, über die Therapie epileptischer Anfälle bei Hirntumoren und noch einiges mehr.
Die verschiedenen Referenten waren Professoren in namhaften Kliniken, die sich auf die einzelnen Themen spezialisiert haben und aktiv in der Forschung arbeiten.

In insgesamt sieben jeweils halbstündigen Vorträgen brachten sie die Besucher auf den neuesten Stand der Wissenschaft und beantworteten im Anschluss Fragen, die auch eifrig gestellt wurden.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins versorgten alle Gäste aufmerksam und zuvorkommend – fast schon liebevoll – mit Getränken und Speisen während der Pausen und waren auch sonst für jede Hilfestellung ansprechbar.

Ein wirklich gelungener, wenn auch anstrengender Tag.

Doch das Schönste an dieser Veranstaltung war, dass wir mit der Gewissheit nach Hause fahren konnten, immer die beste Behandlung erfahren zu haben. Ein durchaus beruhigendes Gefühl.

Sie tanzen wieder …

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Ein herzliches Dankeschön an alle Daumendrücker!

Wie es war?

Herzklopfen. Ein kurzer, aber heftiger Stich in der Herzgegend. Schwindelgefühle. Ein dumpfes Pochen in den Schläfen. Ob ich rotgesichtig bin? Zumindest fühlt es sich so an. Schon wieder drückt die Blase. Ich ignoriere es. Mir ist heiß, meine Hände rastlos. Greifen, piddeln, knibbeln, kratzen, ringen, halten … Schmerzen. Der Unterleib verkrampft.

Warten! Da sitze ich mit meinem Heft, mache Notizen, während sich die Injektionsnadel für das Kontrastmittel in seinen Arm bohrt. Beschreibe schwindelnd wirr meine Gefühle während Schicht für Schicht sein Gehirn durchleuchtet wird.
Eine Sekunde dauert an, sechzigfach.
Eine Minute dauert an, sechzigfach.

Schon wieder dieser Schwindel, schon wieder dieser Stich in meinem Herzen. Für einen Moment schließe ich die Augen, atme tief durch. Sauge die Gerüche der Radiologie in mich auf. Erahne das Aroma von Nervosität und Angst. Nein, wir sind nicht der Nabel der Welt. Unbekannte Schicksale umgeben mich. Ich habe mir die Haut an meinem rechten Daumen schmerzhaft abgeknibbelt. Es wird ein paar Tage dauern, bis es endgültig wieder verheilt ist.

Es herrscht ein Kommen und Gehen. Es ist eine große, moderne Praxis. Wir sind bekannt. Das Klopfen in meinen Schläfen nimmt zu. Beginnender Kopfschmerz. Ich muss meinen Kiefer entspannen. Locker lassen.

Warten! Grausames Warten. Nein, es gab schon grausameres Warten.

Warten!

Und dann … endlich … die erlösenden Worte: keine Veränderung.

Der Cross-Trainer

Da strample ich nun auf dem Cross-Trainer. Ich … ausgerechnet ich, die doch dem Sport vor einigen Jahren die kalte Schulter zeigt. Ganz konsequent. Ich … die sich nach dieser Entscheidung so gut wie nie zuvor gefühlt hatte.

Und dann hatte die Rheumatologin die Idee, mir eine manuelle Therapie zu verschreiben. Gut. Einverstanden.

Alles fing ganz harmlos an. Nicht nur harmlos – eigentlich sogar ziemlich angenehm. Massagen, leichte Dehnübungen. Ich war einverstanden. Ich war zufrieden.

Doch dann – ich weiß gar nicht genau wie es dazu kam – fand ich mich im Geräte-Fitness-Raum des Therapiezentrums wieder. Auf dem Cross-Trainer! Ich!

Nun strample ich darauf herum wie eine Laborratte, starre blöde durch das Fenster auf die Straße und denke darüber nach, wie es dazu kommen konnte. Da hat mich diese kleine, nette, ruhige Therapeutin doch tatsächlich dazu gebracht, an diesen Höllenmaschinen Hand anzulegen. Und ich merke es erst, als ich schon mitten drin bin, im Training. So eine kleine raffinierte Schlange …

Ich strample immer noch auf diesem Ding herum, meine Beine sind mittlerweile zentnerschwer und … pfui, wie ich das hasse … ich schwitze! Und dann – endlich – die Zeit ist vorbei. Mit zitternden Puddingbeinen klettere ich von diesem Höllenteil. Erstaunlich! Ich fühle mich … irgendwie … so ein ganz kleines bisschen … gut.

Aber zugeben werde ich das nicht … 😉

DANKE

Ich möchte mich jetzt einmal ganz artig bedanken für die vielen guten Besserungswünsche, eure lieben Kommentare und Mails. Also:

D A N K E !

Meinem Halswirbel geht es wieder besser und die Erkältung liegt ebenfalls in den letzten Zügen, so dass ich ab Montag wieder arbeitsfähig bin.
Aber diese kleine Blogpause hat mir auch anderweitig gut getan, so dass ich es in diesem Monat weiterhin ruhig angehen lasse werde. Na ja, wie das so ist, vor Weihnachten … Da noch ein paar Einkäufe … hier noch eine Weihnachtsfeier … und ruckzuck ist wieder eine Woche vorbei.

So, jetzt werde ich das Wochenende genießen, an meinen Kurzgeschichten arbeiten, vielleicht auch noch etwas an meinem Plot, damit irgendwann einmal ein großes Werk entsteht 😀