Hände

Hände faszinieren mich. Haben es immer schon getan. Hände sehen immer anders aus und doch sind sie in ihrer Anatomie alle gleich. Sie sind einfach wunderschön.

Immer wieder habe ich Hände gezeichnet. Lerne ich einen Menschen kennen, schaue ich auf seine Hände. Sind sie von schwerer Arbeit gezeichnet? Oder verrät eine Feingliedrigkeit eine gewisse Zartheit? Männerhände können auf mich erotisch wirken, die Phantasie beflügeln …

Hände sind unser ureigenes Werkzeug. Nahezu alles können wir mit unseren Händen bewerkstelligen. Blinde können mit ihnen sehen, Stumme mit ihnen sprechen. Hände können jede Gefühlsregung ausdrücken, sie können zärtlich und gewalttätig, stark und schwach, wütend und nervös, albern und ernst sein. Gesten, die mit den Händen allein deutlich gemacht werden können.
Ja, Hände faszinieren mich.

Und ich mag meine Hände. Sie gehören zu mir, sind ein Teil von mir. Ich bin glücklich darüber, dass sie so viel für mich tun, dass ich sie habe und dass sie funktionieren. Beide!

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13 Gedanken zu „Hände

  1. Emily

    Ich brauchte eine Weile, um meine Hände so zu mögen, wie ich es heute tue. Sie mussten schon früh oft zupacken und fleißig sein, daher waren sie leider nie so fein, wie die meiner Schulkameradinnen. Heute bin ich stolz auf sie. Meine linke Hand ist leider nach wie vor nicht richtig einsatzfähig, aber ich kann sie wenigstens liebevoll versorgen:-)
    Ein schöner Beitrag!

    Liebe Grüße, Emily

    Antwort
    1. schreibtischgedanken Autor

      Oh, liebe Emily, dann haben deine Hände mit sicher Persönlichkeit. Das mag ich sehr. Mein Mann kann seine rechte Hand seit seiner Hirn-OP nicht mehr benutzen. Da merkt man erst, wie kostbar funktionierende Hände sind, nicht wahr? Aber liebevoll versorgen, das klingt gut 😀
      Schön, dass dir mein Beitrag gefallen hat.
      Hab‘ einen schönen Rest-Sonntag – Iris

      Antwort
      1. Emily

        Ich glaube, man merkt immer dann erst,welche Kostbarkeiten der Mensch besitzt, wenn sie ihm nicht mehr gehören oder ausfallen.
        Hab noch einen schönen Abend, liebe Iris

        Antwort
  2. Clara Himmelhoch

    Wenn schon am Kopf bei mir so einiges nicht mehr richtig funktioniert, mit den Extremitäten klappt es zum Glück noch recht gut – und darüber bin ich sehr glücklich.
    Gucke mal hier, das gefällt dir dann vielleicht, diese Fotos:
    http://chh150845.wordpress.com/2010/04/21/ich-zeige-haut/
    http://chh150845.wordpress.com/2010/03/15/fur-zwei-geburtstagskinder-trotz-klausur/
    Der letzte Link war der erste Post über die Hände meiner Mutter, die sehr schön waren.

    Antwort
  3. ernstblumenstein

    sehr schöne Gedanken sind dir aus der Feder geflossen. Ich mag meine Hände auch und bin glücklich, sie brauchen zu können, weil sie in meinem Leben an „Allem“ irgendwie teilhaben.

    Ich habe das mit deinem Mann oben interessiert gelesen. Meine Frau hatte 1986 eine schwere Hirn-OP und hat dabei ihr Kurzzeitgedächtnis verloren. Ernst

    Antwort
    1. schreibtischgedanken Autor

      Ja, lieber Ernst, solche Operationen sind sehr risikoreich. Mein Mann hatte eine Wach-OP (20 Jahre nach deiner Frau), sonst wäre wahrscheinlich noch mehr kaputt gegangen. Die halbseitige Lähmung, eine leichte Aphasie und noch ein paar andere Dinge – reichen aber auch.
      Am Samstag gehen wir zu einem Hirntumor-Informationstag. Vielleicht berichte ich darüber.
      Liebe Grüße zu dir – Iris

      Antwort

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