Rituale und Kreativität

Rituale haben in unserer Gesellschaft kein besonders gutes Image. Immer wiederkehrendes gilt als langweilig, spießig und wenig kreativ.
Aber ich brauche meine Rituale. Sie bedeuten für mich ein Stück Geborgenheit. Ich fühle mich sicher, kenne ich doch die Abläufe ganz genau, muss nicht viel über das Tun nachdenken, der Kopf entleert sich und eine gewisse Leichtigkeit macht sich breit. Und genau diese Leichtigkeit fördert meine Kreativität.
Also braucht mir keiner zu erzählen, dass Kunst und Gleichmäßigkeit nicht zusammen passen. Im Gegenteil: Ohne den Automatismus durch ständige Wiederholungen kann mein Kopf nicht frei werden für meine eigene Kreativität.

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19 Gedanken zu „Rituale und Kreativität

  1. wolkenbeobachterin

    Jeder so, wie er mag. Ich las des öfteren, dass Rituale wichtig, sinnvoll und gut seien, aber nicht jeder mag sie, nicht jeder will sie, nicht jeder kann sie überhaupt leben. Ich verstehe, was Du meinst, wenn Du schreibst, dass die Rituale so was wie Untergrund sind, auf dem Deine Kreativität entstehen kann. Wie ein warmes Nest, in das Du Dich setzt und dann können die Ideen kommen. 🙂 Ich wünsche Dir einen fröhlichen und kreativen Tag. Liebe Grüße von der Beobachterin

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    1. schreibtischgedanken Autor

      Liebe Beobachterin, genau so ist es. Wenn der Kopf zu voll ist, blockieren die Gedanken meine Kreativität. Neues erleben ist gut, doch muss ich das zuerst einmal verarbeiten und wenn das geschehen ist, eingebettet in ein Leben mit Ritualen, dann kann ich es auch in das kreative Schaffen einfließen lassen. Ich danke dir für deine Gedanken und grüße ganz herzlich – Iris

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  2. anna_schmidt_berlin

    Rituale geben mir Sicherheit, Ordnung und Ruhe und ich liebe sie. Dann ist mein Kopf auch frei für Neues, die Kreativität kann sprudeln. Ist der Kopf frei, wage ich Rituale zu ändern, anzupassen, neue hilfreiche Rituale zu finden. Ich mag die treuen Begleiter …

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  3. emmakesselhut

    Ohne Rituale und die ein oder andere feste Struktur, gerät es bei mir immer leicht aus der Bahn und ich werde starr und kann nicht richtig denken. Ein wenig Chaos zwischen den Ritualen gibt Anlass zum Kreativsein für mich und „der ritualisierte Alltag“ steckt den Rahmen ab, in dem das Ausleben von Kreativität möglich ist.

    Mir würden ein paar weniger „notwendige“ Rituale gut tun für mehr Flexibilität.

    Und wer sagt wie oder was Kunst zu sein hat und sich das Recht anmaßt, darüber allein urteilen zu können, der hat die Kunst so oder so nicht verstanden.

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    1. schreibtischgedanken Autor

      „Und wer sagt wie oder was Kunst zu sein hat und sich das Recht anmaßt, darüber allein urteilen zu können, der hat die Kunst so oder so nicht verstanden.“
      Das hast du sehr treffend gesagt. Genau so ist es.
      Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe Emma.
      Ich wünsche dir ein flexibles Wochenende – Iris

      Antwort
  4. chinomso

    Ich finde, dass Rituale dem Leben einen gesunden Rahmen geben. Und ohne einen Rahmen ist alles irgendwie formlos. Ist der Rahmen da, dann gibt mir das eine gutes Gefühl. Ich muss mir dann über alltägliche Dinge nicht unnötig viele Gedanken machen. Manche Dingen laufen immer gleich ab.

    Es macht mir den Kopf frei und ich kann mich um Schöneres kümmern. Auch um kreative Aktivitäten. Das ist genau mein Ding.

    Antwort

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